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1001 Verbote in der Schwangerschaft. Tipps und Tricks, die man besser ignoriert

Imma Müller-Hartburg, Geb., 125 S., Goldegg; Wien, 1. Aufl., 2006, ISBN: 3901880933, €14,80

Wir kennen es nur zu gut: Schwangere Frauen sind oft sehr unsicher, was sie wirklich tun oder lassen sollen. Darf ich Sport betreiben, wie ist es mit Sex, darf ich fliegen, muss die Katze weg, was darf ich eigentlich noch essen…

Auf kleine und große Fragen (z.B. Wunsch-Kaiserschnitt, ambulante oder stationäre Geburt) geht die Wiener Gynäkologin mit Herz beratend ein. In kurz gepackten Kapitelchen informiert und beruhigt sie: „Hören Sie von Anfang der Schwangerschaft an auf Ihr Gefühl.“ Und sie relativiert Manches: „Man kann nicht alles kontrollieren.“ und „Der Körper funktioniert nicht auf Knopfdruck.“
Schließlich betont sie durchgehend die Autonomie der Frau sehr sensibel und umsichtig. Sie weist auch immer wieder auf die Möglichkeit der Unterstützung durch Hebammen hin. Aufmunternde Worte und erklärende Hinweise für den werdenden Vater stehen am Ende des Buches.
Hier handelt es sich absichtlich um ein nicht-wissenschaftliches Buch. Dr. Müller-Hartburg „schreibt die Frau an“ wie in einem Beratungsgespräch. Beispiele in ihren Praxisgeschichten lockern das Ganze anschaulich auf.
Alles in allem findet sich der Aufruf zur Gelassenheit zwischen den Zeilen. Letztendlich ist die Erwartung eines Kindes nicht nur ein zu überwachender Faktor für die Medizin. Für die Mutter, bzw. die werdenden Eltern, bedeutet es, sich in neuen Lebensumständen wieder finden zu können. Dabei trifft die warmherzige Ärztin den Menschen. Man möchte sie umarmen!

Erfrischend normal, angenehm und flüssig zu lesen, hilft das Buch den Frauen mit ihren Weh-Wehchen und Fragen, sich wieder zu entspannen und „einfach nur schwanger“ zu sein.

Gabriele Sprung

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