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Gesundheit und Selbstwert hängen zusammen

Menschen mit Minderwertigkeitskomplex erkranken häufiger

London. Michael Marmot vom International Centre for Health and Society, hat eine Reihe von Studien auf den Zusammenhang zwischen Selbstwert und Gesundheit hin analysiert. Es zeigte sich immer wieder, dass Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl häufiger erkranken und auch früher sterben.

Der Wissenschaftler erklärte gegenüber der BBC, dass Initiativen zur Verbesserung der Gesundheit auch eine gezielte Steigerung des Selbstwertgefühls beinhalten sollten. Die analysierten Studien beschäftigten sich mit der Beziehung der psychischen Verfassung eines Menschen und seinem Gesundheitszustand. Es stellte sich heraus, dass ein geringer Selbstwert die Verhaltensmuster entscheidend beeinflusst. Als Beispiele werden eine geringere Bereitschaft Sport zu betreiben oder die Ernährung umzustellen genannt. Die Folge könnte unter anderem ein gesteigertes Übergewichts- und Herzinfarktrisiko sein. Zusätzlich wurden Studien ausgewertet, die einen Zusammenhang zwischen Depressionen und einer Schwächung des Immunsystems herstellen. In Amerika haben Studien gezeigt, dass die meisten Morde in jenen Regionen verübt werden, wo der Unterschied zwischen Reich und Arm am größten ist. Laut Marmot könne dieses Ungleichgewicht in Kombination mit einem niedrigen Selbstwertgefühl Menschen zu Mördern machen. Nicht unterschätzt werden dürfe jedoch auch der Einfluss der Arbeit auf den Selbstwert eines Menschen. Dabei spielten die Art der Arbeit, ihre Honorierung und die Bezahlung eine entscheidende Rolle. Laut Marmot sollten Versuche den Gesundheitszustand bei Einkommensschwachen zu verbessern, bei der Sicherstellung eines akzeptablen Arbeitsplatzes ansetzen. Entscheidend dabei sei die Qualität des Jobs.

pte, 12. September 2003
www.pressetext.at/pte.mc?pte=030912018 


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