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Angst in der Schwangerschaft

Was ist normal - was ist gefährlich?

In den ersten Wochen einer Schwangerschaft, vor allem, wenn es das erste Mal ist, haben fast alle Frauen Angst, es könnte was nicht stimmen. Das ist völlig normal und auch kein Wunder. So werden alle körperlichen Veränderungen sehr aufmerksam bemerkt und können Anlass zur Sorge sein. Oder auch, wenn sich noch gar nichts verändert.
Alarmsignal Nummer 1 ist eine Blutung aus der Scheide, auch wenn sie leicht ist. Bitte alsbaldig einen Arzt/Ärztin oder eine Ambulanz aufsuchen. Auch überstarkes Erbrechen mit Kreislaufstörungen, üblem Geruch aus dem Mund ( wie faulendes Obst) oder sehr dunklem, konzentriertem Harn sind ein Grund für eine Behandlung.
Ansonst ist fast alles möglich, ohne dass es ein Grund zur Sorge wäre: Übelkeit, vor allem morgens, Ziehen im Bauch, veränderter Appetit, leichte Ermüdbarkeit, Geruchsempfindlichkeit, Schmerzen in der Brust, Verstopfung.
Es darf aber auch alles völlig normal sein! All diese Beschwerden müssen nicht vorkommen. Wichtig ist, das Kind mit seinem schlagenden Herzen an der richtigen Stelle - das ist in der Gebärmutter- einmal gesehen zu haben. Das ist ab ca. 2 Wochen nach Ausbleiben der Regel möglich. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, ein normales Kind zur Welt zu bringen, bei ca. 95%. Sorgen werden trotzdem bleiben, und zwar bis ans Lebensende der Mutter!

Dr. Andreas Kvarda, 9/2000


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