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Pommes und Chips - weg vom Tisch der SchwangerenGelüste der Frau in der Schwangerschaft sind bekannt, aber nicht jedem Gusto sollte sie hemmungslos nachgehen.Deutsche Wissenschaftler raten dringend, den Appetit auf Pommes und Kartoffelchips zu zügeln. Dabei ist noch nicht einmal die Rede vom hohen Kaloriengehalt und dem Fettgehalt, das zu starker Gewichtszunahme führen kann. Aufgrund des hohen Acrylamid-Gehaltes sollte vernünftigerwiese vollkommen darauf verzichtet werden.Weil Chips und Pommes das nervenschädigende Acrylamid enthalten, das bei ungeborenen und neugeborenen Kinder zu Hirnschäden führen kann, sollten Schwangere und stillende Müttern möglichst darauf verzichten. Prof. Sörgel vom Inst. für biomedizinische und pharmazeutische Forschung Nürnberg hat festgestellt, dass 10 bis 50 % des Acrylamids, das im Blut von Schwangeren nachgewiesen wurde, über die Plazentaschranke gelangte. In Proben von Muttermilch wurden bis 18,8 Mikrogramm der Substanz gefunden. Geht man davon aus, dass ein Säugling pro Tag einen halben Liter Muttermilch trinkt, dann bedeutet das eine Aufnahme von 10 Mikrogramm Acrylamid. Babys stecken Acrylamid schlechter wegAcrylamid ist sehr leicht wasserlöslich. Ungeborene und Neugeborene weisen einen viel höheren Wasseranteil im Körper auf als die Erwachsenen. Daher resultiert für die Kleinsten auch ein höhres Risiko. Die Blut-Hirn-Schranke der Babys ist noch nicht komplett ausgebildet. Somit zählt Acrylamid zu den gerade für Babys potentiell nervenschädigenden Substanzen. Tschüss mit Chips für SchwangereLaut Sörgel, der inzwischen für seine einschlägigen Arbeiten auf diesem Gebiet bekannt wurde, empfiehlt Stillenden, ausnahmslos auf Pommes frites, Chips und Bratkartoffeln, die über 180 Grad Celsius in Öl gebraten werden, zu verzichten. Schwangere dürften eine tägliche Aufnahme von 20 Mikrogramm Acrylamid keinesfalls überschreiten. Schon eine Handvoll Chips mit ihren etwa zehn Gramm zu verzehren, erreicht bereits diesen Wert. ZubereitungstemperaturKartoffeln zählen unbestritten zu den gesündesten Nahrungsmitteln - aber nicht im frittierten Zustand. GS |