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Selbstuntersuchung der Brust und Abtastuntersuchung

Die Untersuchung durch Abtasten der Brust ist der erste Schritt der Vorsorgeuntersuchung

Sie ist die Basis jeder Vorsorgeuntersuchung und sollte spätestens ab dem 30. Lebensjahr in halbjährlichen bis jährlichen Abständen von einem in dieser Untersuchungsmethode erfahrenen Arzt durchgeführt werden. Auch Selbstuntersuchungen - bei Frauen vor dem Wechsel am besten am 7.Zyklustag (= 7.Tag vom Regelbeginn an gerechnet), sonst 1x pro Monat - können hilfreich sein (Beginn etwa ab dem 20. Lebensjahr).

Wenn Sie Selbstuntersuchungen durchführen, dann stellen Sie sich bei guter Beleuchtung vor einen Spiegel und betrachten Sie zunächst beide Brüste.
Achten Sie auf verdächtige Veränderungen wie:

  • Unterschiede zwischen beiden Brüsten (Asymmetrien)
     
  • Hautveränderungen):
    * Rötung
    * Hauteinziehung
    * Hautvorwölbung
    * Orangenhaut
     
  • Veränderungen der Brustwarze:
    * Einziehung
    * einseitiges Ekzem

Die sehr verdächtige Einziehung der Haut oder Brustwarze kann manchmal erst bei erhobenen Armen sichtbar werden.
Tasten Sie beide Brüste sorgfältig ab (nicht nur mit eingeseiften Händen, da damit nur ganz oberflächliche Veränderungen festgestellt werden können).
Verwenden Sie beim Abtasten immer zumindest 2 Finger, mit denen Sie das Gewebe gegeneinander und gegen die Unterlage drücken und verschieben, besser jedoch beide Hände, wo möglich!
Achten Sie auf Knoten in der Brust oder Achselhöhle sowie auf Veränderungen im Bereich der Brustwarze, und versuchen Sie durch Auspressen der Brüste eine eventuelle Flüssigkeitsabsonderung (Sekretion) zu provozieren.
Verdächtige Sekrete sind vorwiegend einseitig, meistens ist nur ein Milchgang betroffen und die Sekretfarbe ist rot, braun, orangefärbig, gelblich-klar oder wässrig. Unverdächtig ist ein milchiges, gelblich-rahmiges oder grünes (manchmal schwarz-grünes) Sekret. Überprüfen Sie die Farbe auf einem weißen Papiertaschentuch!

Auch wenn ein Tumor in der Brust nur selten Schmerzen verursacht, so gilt dies nicht für jene Fälle, wo die Haut durch Krebs bereits zerstört wurde. Wächst Brustkrebs ganz oberflächlich, so kann er schon sehr früh in die Haut einwachsen und für das freie Auge, nicht immer jedoch in der Mammographie oder Sonographie sichtbar werden. Warten Sie auf keinen Fall, bis der Krebs große Teile der Brust zerstört hat.

Durch "Kopf in den Sand stecken" wird kein Krebs aufgehalten!

 

Dr. Diether Manfreda
Abbildungen zur Verfügung gestellt von Dr. Manfreda


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