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Wie kann man Brustkrebs möglichst frühzeitig erkennen?

Informationen von Dr. Diether Manfreda, Leiter des Senida Brust-Zentrums in Klagenfurt

Ideal wäre es, jeden Brustkrebs zu einem Zeitpunkt zu entdecken, wo er noch nicht tastbar ist, also mittels Mammographie (Röntgen) oder Sonographie (Ultraschall). In den meisten Fällen dauert es mehrere Jahre von der ersten Krebszelle bis zu einem feststellbaren Tumor! Allerdings wächst Brustkrebs bei jungen Frauen im Durchschnitt schneller als bei älteren. Auf jeden Fall sollte man sich ab dem 30. Lebensjahr regelmäßig untersuchen lassen, auch wenn man keine Beschwerden hat (Brustkrebs tut meistens nicht weh!).

Wenngleich der größere Teil der Brustkrebserkrankungen sowohl mittels Abtastuntersuchung als auch Mammographie und Sonographie diagnostiziert werden kann, so gibt es doch immer wieder Fälle, die selbst bei einer Größe von 3 cm nur durch eine einzige dieser Untersuchungsmethoden (nur Abtastuntersuchung, nur Mammographie oder nur Sonographie) festgestellt werden können. Man sollte sich also niemals auf einen Befund (z. B. auf eine Mammographie) alleine verlassen, insbesondere dann nicht, wenn man selbst eine Veränderung der Brust zu bemerken glaubt! Es gibt viele Beispiele dafür, dass Patienten, die wegen einer fraglichen Brustveränderung einen Arzt aufsuchten, beruhigt wurden, obwohl bereits Brustkrebs vorlag. Suchen Sie sich einen erfahrenen Untersucher oder bestehen Sie darauf, dass Sie zu einem solchen überwiesen werden!

Den tatsächlichen Wert der Vorsorgeuntersuchung zeigen die Unterschiede in den Überlebensraten jener Patientinnen, bei denen die Diagnose Brustkrebs im Rahmen einer Vorsorge-Untersuchung gestellt wurde und jener Patientinnen, die keine Vorsorge betrieben hatten und selbst auf ihren Brustkrebs aufmerksam wurden. (Vergleiche finden sich in der Homepage von Dr. Manfreda)

3 Pfeiler der Vorsorgeuntersuchung:

  1. Abtastuntersuchung (Klinische Untersuchung):
    normales Risiko: ab 30 halbjährlich
    hohes Risiko: spätestens ab 25 halbjährlich
     
  2. Röntgen (Mammographie):
    normal: Basisuntersuchung mit 35, ab 40 regelmäßige Kontrollen
    hohes Risiko: ab 30 alle 3 Jahre, ab 40 jährlich
     
  3. Ultraschall (Sonographie):
    normal: ab 30 jährlich solange dichtes Drüsengewebe vorhanden
    hohes Risiko: ab 25 halbjährlich bis jährlich bei dichtem Gewebe

 

Dr. Diether Manfreda


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