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Brustvorsorge: Vorbeugen ist besser als heilen ...

Eine vernünftige Lebensweise kann helfen, die Entstehung von Brustkrebs zu verhindern!

Dr. Diether Manfreda weist auf folgende Punkte mit entscheidender Bedeutung hin:

  1. Die Ernährung:
    günstig: fettarm, gemüse- und obstreich, wenig Alkohol, ev. Sojaöl, Nahrungsergänzung (Selen 100-200 µg/Tag, Vitamin E 400 E/Tag, Vitamin C 500 mg/Tag)
  2. Die Zigarette:
    schlimmster krankmachender Einzelfaktor seit Bestehen der Menschheit (mindestens 3-4 Millionen Tote jedes Jahr!); begünstigt neben vielen anderen Krankheiten auch Brustkrebs (selbst bei Passivrauchern);
  3. Bewegung:
    regelmäßige körperliche Anstrengung stärkt das Immunsystem und kann Krankheiten (auch Krebs) vorbeugen: mindestens 3x / Woche eine halbe Stunde (es muß nicht unbedingt Leistungssport sein; auch schnelles Gehen ist schon von Vorteil!);
  4. Ionisierende Strahlung:
    Strahlen von Atombomben, defekten Atomreaktoren, Röntgenstrahlen und Isotope in der Medizin sowie kosmische Strahlen können eine Krebsentstehung begünstigen. Besonders gefährdet sind Kinder. Vermeidbare Strahlen sollte man vermeiden (wie z.B. Röntgendoppeluntersuchungen, lange Flüge mit Kleinkindern etc.).
    Man sollte deshalb jedoch nicht auf notwendige Röntgenuntersuchungen verzichten, da z.B. bei der Mammographie die Vorteile (nämlich durch die Untersuchung zusätzlich gerettete Leben) die theoretische Krebsgefahr hundertfach wettmachen.
  5. Hormone:
    Sowohl Östrogene als auch Gestagene können das Brustkrebsrisiko erhöhen. Da Hormone jedoch auch viele Vorteile mit sich bringen (Verminderung des Osteoporose-Risikos, Verminderung der Gefäßverkalkung, Verhinderung von Depressionen und Schlaflosigkeit etc.), ist ein individuelles Abwägen der Vor- und Nachteile gemeinsam mit dem Gynäkologen zu empfehlen.
    Antiöstrogene (Tamoxifen) werden derzeit als Mittel zur Verringerung des Brustkrebsrisikos erprobt. Da jedoch noch viele Fragen offen sind (wie z.B.: wann beginnen? wie lange verabreichen?) und auch Risken damit verbunden sind (leicht erhöhtes Gebärmutterkrebsrisiko), sollten die Ergebnisse der weltweit laufenden Studien abgewartet werden! Lediglich beim sogenannten in-situ-Karzinom (auch ductales carcinoma in situ oder DCIS genannt) erscheint eine prophylaktische Gabe von Tamoxifen gerechtfertigt; bei der atypischen duktalen Hyperplasie (ADH) wird sie ebenfalls bereits in Erwägung gezogen.
Dr. Diether Manfreda:  Facharzt für Chirurgie, Spezialgebiet Mammakarzinom, Leiter des Senida Brustzentrums in der Privatklinik "Maria Hilf", Klagenfurt.


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